Warum ist es wichtig, alle aktuellen Lada-Modelle in Deutschland und in der EU zu erhalten?

„Weil Lada ein großes Spektrum an Nischenmodellen bietet, die A für jedermann bezahlbar sind und B bereits seit ca. 40 Jahren eine Fangemeinde und einen stets treuen Käuferkreis in Deutschland und der EU besitzen“, schreibt Dieter Trzaska, Geschäftsführer der Lada Deutschland GmbH, in einer Petition, die er an den russischen Autobauer AvtoVAZ, den Autokonzern Renault-Nissan-Mitsubishi, an das russische Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und die russische Botschaft in Berlin gerichtet hat.

Darin fordert der deutsche Lada-Chef „den Erhalt aller aktuellen Lada-Modelle in Deutschland und der EU“ und die „Wiederaufnahme des Verkaufs aller Lada-Modelle in Deutschland und der EU“. Schließlich seien „in den letzten Jahren neue Vertragshändler rekrutiert und geschaffen“ worden.

Dass AvtoVAZ keine Ladas mehr nach Deutschland und in andere EU-Länder liefert, liegt an der Verschärfung der europaweiten Abgasvorschriften für Neufahrzeuge. Für den russischen Hersteller rentiert es sich nicht, alle Lada-Motoren auf die Norm Euro 6+ zu bringen. Maßgeblich ist aber auch die Produktstrategie des Dachkonzerns Renault-Nissan-Mitsubishi. Demnach gehört das Marktsegment für kostengünstige Klein- und Mittelklassewagen in der Europäischen Union der Konzerntochter Dacia. Lada erobert indes Märkte in den GUS-Ländern, in Lateinamerika, Zentralasien und im Nahen Osten.

In Deutschland gibt es rund 250 Lada-Händler. Zur Produktpalette zählt der Kleinwagen Granta, die Kompaktlimousine Vesta und der SUV 4×4. Dieser ist besonders bei Jägern und Förstern als Arbeitsfahrzeug sehr beliebt und beim Listenpreis ab 12.000 Euro in der Tat günstig. Übrigens haben inzwischen über 1.500 von erforderlichen 2.000 Unterstützern die Petition unterzeichnet.

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