„Vier staatliche Ölraffinerien werden gemeinsam den Preis einiger Ölsorten bekannt geben“, schreibt die Agentur. Quellen zufolge stehen das Management von China Petroleum & Chemical, PetroChina, CNOOC und Sinochem Group zurzeit in Vorgesprächen. Es wird betont, dass diese Initiative bereits die Unterstützung der chinesischen Regierung und der zuständigen Regulierungsbehörden gewonnen habe.

Darüber hinaus rechnen chinesische Unternehmen durch den Zusammenschluss mit einem größeren Einfluss auf das Volumen und den Preis des gekauften Öls.

Weltweit größter Rohölkäufer?

Zunächst soll die Gruppe gemeinsam Angebote für bestimmte russische und afrikanische Marken auf dem Spotmarkt machen. Während unklar ist, wie sich die Zusammenarbeit entwickeln wird, vertritt die Gruppe Raffinerien, die täglich mehr als fünf Millionen Barrel Öl importieren. Das ist fast ein Fünftel der Gesamtproduktion der OPEC, was sie theoretisch zum weltweit größten Rohölkäufer machen würde. Die Initiative, die erstmals im Jahr 2019 diskutiert wurde, setzte sich in diesem Jahr durch, als das Coronavirus historische Produktionskürzungen durch die OPEC und ihre Verbündeten auslöste, um die Kontrolle über den Markt zurückzugewinnen.

„Raffinerien können bereits im nächsten Monat gemeinsam die Lieferung von russischem ESPO-Öl (ESPO) beantragen“, so die Quellen.

Nach Corona-Krise: China erweitert Öldepots

Bloomberg betont, dass China, das zum Epizentrum der Ausbreitung des Coronavirus wurde, die erste große Volkswirtschaft gewesen sei, die wieder geöffnet wurde, und dass der Verbrauch von Transport- und Industriekraftstoffen inzwischen fast auf das Niveau von vor der Pandemie zurückgekehrt sei.

Chinesische Ölraffinerien erweitern ihre Öldepots, um von niedrigen Preisen zu profitieren, nachdem die Coronavirus-Pandemie die weltweite Nachfrage stark beeinflusst und zu einem Rückgang der Ölpreise geführt hat.

Anfang Juni berichtete die Agentur, dass die Ölimporte in China im Mai den historischen Rekord vom November 2019 gebrochen und 47,97 Millionen Tonnen (11,34 Millionen Barrel pro Tag) erreicht hätten.

ek/mt/sna

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