Zuvor wurde berichtet, dass die Justizbehörden des Irans von der Interpol fordern, mehr als 30 Personen auf die Fahndungsliste zu setzen, „die an der Attentatsvorbereitung beteiligt waren und sich mit der Tötung von Quassem Soleimani befasst hatten“. Zu ihnen gehörten auch Politiker, so Donald Trump, und Militärs der USA und anderer Länder, hieß es.

Gemäß Artikel 3 der Interpol-Satzung „ist der Organisation streng verboten, jegliche Einmischung oder Handlungen politischen, militärischen, religiösen oder rassengebundenen Charakters vorzunehmen“. Sollten Anträge dieser Art beim Generalsekretariat eingereicht werden, würden sie entsprechend den Bestimmungen der Organisation nicht geprüft, sagte der Gesprächspartner der Agentur.

Die USA hatten am 3. Januar in Bagdad eine Operation zur Tötung von Qassem Soleimani durchgeführt. Daraufhin führte der Iran Raketenschläge gegen einen irakischen Militärstützpunkt, in dem US-Soldaten einquartiert waren. US-Präsident Donald Trump und die Pentagon-Führung erklärten zuerst, es habe beim Beschuss keine Betroffenen gegeben. Später mussten sie einräumen, dass es Betroffene gebe. Deren  Zahl sei stets gestiegen, hieß es.

ls/mt

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