Fillon erhielt demnach insgesamt fünf Jahre Haft, drei Jahre wurden zur Bewährung ausgesetzt. Zudem soll er eine Geldstrafe in Höhe von 375.000 Euro zahlen. Seine Frau sei zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden und soll eine Strafe in gleicher Höhe zahlen.

Der Skandal um den von 2007 bis 2012 amtierenden Ex-Ministerpräsidenten brach 2017 nach einem Bericht der französischen Zeitung „Canard enchaine“ aus. Nun berichtet BFMTV, dass Pénélope Fillon zwischen 1998 und 2013 als parlamentarische Mitarbeiterin für ihren Mann und später für seinen Nachfolger Marc Joulaud eingestellt worden sei. Die Verträge für ihre Einstellung entsprächen „keinem Bedarf“, so der Sender unter Verweis auf das Gericht.

Die vorsitzende Richterin verkündete laut BFMTV, dass die Bezahlungen, die Pénélope Fillon erhalten habe, „in keinem Verhältnis“ zu ihren Tätigkeiten stünden, die immer noch schwer zu bestimmen seien. Joulaud wurde dem Sender zufolge auch für schuldig erklärt. Details zu seiner Bestrafung seien noch nicht bekannt.

Anwälte wollen Einspruch erheben

Fillons Verteidiger wollen nach BFMTV-Angaben das Urteil anfechten. Der Anwalt des Politikers, Antonin Lévy, bezeichnete dem Sender zufolge die Gerichtsentscheidung als „nicht gerecht“. Aus der Sicht des Anwalts von Pénélope Fillon, Pierre Cornut-Gentille, sei das Urteil „äußerst streng“.

mo/mt

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