Laut dem Professor und Virologen der Universität Kopenhagen, Allan Randrup Thomsen, bedeutet dies, das Virus würde ansteckender, aber weniger gravierend werden.

„Es ähnelt dem Muster, das wir bei der Grippe sehen, und damit können wir leben“, erklärte Thomsen gegenüber der dänischen Zeitung „Information“.

Laut ihm sind die 40 Mutationen in drei Cluster unterteilt, die auf bestimmte Infektionsquellen zurückgeführt werden können. Ein „Lehrbuchbeispiel“, erklärt Thomsen.

Islands Chefepidemiologe Thorolfur Gudnason erwartet, dass sich die Forschungsergebnisse als äußerst nützlich erweisen, um zu den weltweiten Bemühungen gegen die Pandemie beizutragen. Eine Vertreterin des isländischen Außenministeriums betonte auch, dass die Ergebnisse international verwendet werden sollen.

Wie Gudnason gegenüber BuzzFeed sagte, bleibt die Verbreitung des Virus in der isländischen Bevölkerung gering, aber fast die Hälfte der Menschen, die positiv getestet wurden, wiesen keine Symptome auf. Die Symptome der anderen Hälfte waren demnach denen einer leichten Erkältung ähnlich.

In Island gibt es insgesamt 588 bestätigte Fälle von Covid-19, von denen 14 in Krankenhäusern behandelt wurden. Derzeit befinden sich 6.816 Menschen in Quarantäne, 36 haben sich vollständig von dem Virus erholt, eine Person erlag dem Virus. 

Um den Ausbruch einzudämmen, hat der Inselstaat mit 330.000 Einwohnern drastische Maßnahmen ergriffen, darunter ein Verbot von Versammlungen von mehr als 20 Personen und eine Reihe von Schließungen. Betroffen sind Schwimmbäder, Fitnessstudios, Bibliotheken und Museen sowie Geschäfte, die engen physischen Kontakt benötigen – wie etwa Friseure oder Nagelstudios.

msch/sb/sna

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.