Mindestens 50 Kilotonnen stark ist die B-61-12: die neueste taktische thermonukleare Bombe der US Air Force. Maximal möglich ist mit dieser Bombe eine Sprengkraft von einer Megatonne. Die Kernwaffe wird gegenwärtig getestet, unter anderem auf der Tonopah Test Range in Nevada. Unweit davon, auf der Eglin Air Force Base, ist kürzlich ein Jagdbomber F-15 mit der Bombe am Rumpf angekommen, schreibt das Portal „The Drive“. Der Jagdbomber wurde von zwei F-16-Kampfjets begleitet.

Momentan läuft auf der Eglin Air Force Base die multinationale Luftwaffenübung „Red Flag“. Daran sind Kampfpiloten aus Spanien, Italien und Deutschland beteiligt. Die Ankunft der F-15 mit der B-61-12 auf dem Stützpunkt steht sicherlich im Zusammenhang mit dem Manöver, schreibt „The Drive“: Die Amerikaner wollten mit ihrer neuesten Kernwaffe vor Nato-Verbündeten angeben.

​Die B-61-12 wurde vorher schon auf der Tonopah Test Range abgeworfen – von einem strategischen B-2-Bomber, der von der Nellis Air Force Base gestartet war. Der Testabwurf fand unter strengster Geheimhaltung statt.

Von den zahlreichen Vorgängerversionen unterscheidet sich die B-61-12 vor allem durch ein verbessertes Lenksystem: Der Gleitschirm ist durch ein Leitwerk mit GPS-Steuerung ersetzt worden. Dadurch soll laut dem Pentagon die Präzision der Bombe gesteigert worden sein. Die B-61-12 übernimmt nun all die Funktionen, die bisher von vielen verschiedenen Bombentypen geleistet wurden.

Als Trägersysteme für die neue Bombe sind neben strategischen Bombern B-52 und B-2 auch taktische Jagdbomber F-15, F-35 und F-22 vorgesehen.

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