Demonstranten verbrennen während des 76. Jahrestages des Warschauer Aufstandes am 1. August 2020 in Warschau, Polen, eine Regenbogenfahne.

Polnische Nationalisten marschierten am Samstag durch Warschau, um den 76. Jahrestag des Warschauer Aufstands gegen Nazideutschland zu begehen. Bevor sie sich vor dem Präsidentenpalast versammelten, verbrannten einige LGBT-Fahnen und riefen homophobe Verunglimpfungen.

Gegen 17 Uhr Ortszeit ertönten zwei Minuten lang Sirenen in ganz Warschau und erinnerten damit an die Stunde, als in der Stadt die Kämpfe am 1. August 1944 ausbrachen. Während die Sirenen ertönten, hielten große Besucherscharen brennende Fackeln und polnische Fahnen.

Der diesjährige Marsch stand unter dem Motto „Deutsche Verbrechen ungeklärt“ und bezog sich auf Forderungen nach Entschädigungszahlungen von Deutschland. Der Warschauer Aufstand war die größte militärische Untergrundoperation im deutsch besetzten Europa während des Zweiten Weltkriegs. Während der Kämpfe verloren rund 18.000 Aufständische ihr Leben und 25.000 wurden verwundet, Warschau wurde fast vollständig zerstört.

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