Schoigu führte dabei die Entfernung einer Statue des sowjetischen Weltkriegsmarschalls Iwan Konew am 3. April 2020 auf Initiative des Bürgermeisters vom 6. Prager Gemeindebezirk, Ondřej Kolář, als Beispiel an.

„Verfälschung historischer Wahrheit“

Aus der Sicht des russischen Ministers versuchen Offizielle einzelner Staaten immer häufiger, die „historische Wahrheit über den entscheidenden Beitrag der UdSSR zur Niederlage der faschistischen Eroberer im Laufe des Zweiten Weltkriegs und des Großen Vaterländischen Kriegs zu verfälschen“.

Als Großer Vaterländischer Krieg wird im heutigen Russland und anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion der Deutsch-Sowjetische Krieg (1941 bis 1945) bezeichnet.

Denkmal für Marschall Konew in Prag demontiert

Die von Iwan Konew befehligten Verbände befreiten Prag am 9. Mai 1945 von den faschistischen deutschen Truppen. 1980 wurde in der tschechischen Hauptstadt eine Statue Konews aufgestellt.

Kolář hatte im September 2019 die Verlagerung des Monuments an einen anderen Ort verfügt. Dies gab Anlass zu umfassenden Diskussionen im Netz. Gegen den Abriss des Denkmals traten Veteranenorganisationen und Vertreter der Öffentlichkeit auf.

Die russische Botschaft in Prag hat gegenüber dem tschechischen Außenministerium entschiedenen Protest im Zusammenhang mit der Demontage des Denkmals erhoben.

Laut der Mitarbeiterin der Prager Stadtverwaltung, Hana Marvanová, soll das Denkmal an ein Museum übergeben werden.

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