Die Ärzte machten sich am Mittwoch auf den Weg nach Neapel. Über die Pläne war bereits in der vergangenen Woche informiert worden.

​Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Marian Wendt mitteilte, bereite sich außerdem der ADAC darauf vor, weitere Italiener von Bergamo nach Bayern zu bringen, wo sie in Erlangen und Regensburg behandelt werden sollen. Zusätzlich sollen sechs italienische Intensiv-Patienten nach Köln gebracht werden. Am Mittwoch ist die Luftwaffe deshalb zu einem weiteren Flug nach Bergamo gestartet.

Zuvor hatte die Bundeswehr italienische Corona-Patienten zur Behandlung nach Deutschland gebracht. Es handelte sich dabei um sechs Bürger von Bergamo. Sie wurden in den Kliniken in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Hamburg untergebracht, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.

Auch Kliniken in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und dem Saarland hatten schon erste Corona-Notfälle aus dem Ausland untergebracht, die Beatmungsgeräte benötigten. Vor allem in Italien sind die Intensivstationen der Krankenhäuser wegen der Corona-Pandemie völlig überlastet.

Aktueller Stand

Am 31. Dezember 2019 haben die chinesischen Behörden die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer unbekannten Pneumonie in der Stadt Wuhan im zentralen Teil des Landes (Provinz Hubei) informiert. Experten stellten fest, dass der Erreger der Krankheit ein neues Coronavirus war, später wurde die Krankheit offiziell Covid-19 genannt.

Die WHO hatte am 11. März den Ausbruch von Coronavirus als Pandemie eingestuft. Nach jüngsten Angaben der John-Hopkins-Universität wurden weltweit mehr als 900.000 Infektionsfälle registriert, mehr als 45.000 Menschen sind gestorben. Dem Robert-Koch-Institut zufolge gab es in Deutschland am 1. April 67.366 Infizierte. In Italien gab es dagegen mehr als 110.000 Corona-Infizierte.

ac/mt/dpa

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