In einem Beschluss, den der Bundesvorstand der Partei am Montag in einer Telefonkonferenz einstimmig fällte, heißt es, Meuthen habe eingeräumt, er habe mit derartigen Äußerungen in seinem Interview vergangene Woche „einen großen Fehler begangen“.

Der Vorsitzende habe zudem erklärt, „die Diskussion nicht weiter zu führen“. Der Bundesvorstand „begrüßt diese Klarstellung, bejaht die Einheit der Partei und spricht sich gegen jegliche Bestrebung aus, diese zu gefährden“, erklärte die Parteispitze.

Am 1. April hatte AfD-Chef Meuthen in einem Interview über die mögliche Aufspaltung der AfD in einen „sozial-patriotischen“ und einen „freiheitlich-konservativen“ Flügel gesprochen, da sich diese beiden Lager gegenseitig blockieren würden.

Unverständnis in den eigenen Reihen

Innerhalb der Partei erregte Meuthens Vorschlag Anstoß. AfD-Fraktionschef Alexander Gauland bezeichnete den Vorstoß als „wenig zielführend und extrem unpolitisch“. Zwei rechte Parteien würden sich gegenseitig beschädigen. Tino Chrupalla, neben Meuthen der zweite Mann an der Parteispitze, sagte, er sei überrascht und „menschlich enttäuscht“. Die Einheit der AfD stehe nicht zur Debatte.

„Ich verstehe nicht, wie man während der Corona-Krise so einen Vorschlag präsentieren kann“, sagte Sebastian Münzenmaier, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion. Viele in der Partei seien verärgert. Die Kritik entzünde sich nicht nur an Meuthens Aussagen, sondern auch daran, dass er diese in einem Interview öffentlich gemacht habe.

mka/gs/dpa

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