„Gerade in Zeiten, wo wir zusehen müssen, wie in Europa Grenzen hochgezogen werden, müssen wir ein besonderes Augenmerk auf die europäische und internationale Zusammenarbeit legen“, so Strack-Zimmermann.

„Die Bundesregierung sollte daher selbstverständlich dem französischen Ersuchen alleine schon aus humanitären Gründen stattgeben.“

Sie reagierte damit auf einen „Spiegel“-Bericht, wonach die Regierung in Paris Deutschland um schnelle Hilfe der Bundeswehr ersucht habe. Diese sollte im Rahmen dessen erfolgen, was die Bundeswehr momentan parallel zu Hilfseinsätzen in Deutschland leisten könne, forderte die Politikerin.

Bundeswehr in Amtshilfe

Am Freitag war bekannt geworden, dass die Bundeswehr zur Unterstützung von Bundesländern und Kommunen in der Corona-Krise 15.000 Soldaten einsetzt.

Vor rund einer Woche hatte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer angekündigt, die Bundeswehr bereite sich auf die Unterstützung ziviler Strukturen im Kampf gegen das Coronavirus vor. Auch Reservisten sollten dabei eingesetzt werden, so die Ministerin seinerzeit.

Es sollten „über die Sanität hinaus“ Strukturen geschaffen werden, die es für die Reserve ermöglichen würde, „nützliche Beiträge leisten zu können“, schrieb sie in einem Tagesbefehl an die Truppe.

Die Fähigkeiten der Reservisten sollten auch – wenn nötig – bei Einsätzen zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung sinnvoll genutzt werden, so Kramp-Karrenbauer.

asch/ape/dpa

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