„Hinsichtlich der haltlosen Äußerungen des US-Präsidenten, wonach der Iran für den Angriff auf die Militärbasis Taji im Irak, auf der Kräfte der Koalition stationiert werden, verantwortlich sein soll, wurde der Schweizer Botschafter in Teheran einbestellt, der die Interessen der USA vertritt. Ihm gegenüber äußerte man einen entschlossenen Protest“, teilte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Abbas al-Musawi, mit.

Außerdem warnte er Washington vor unbedachten Handlungen sowie deren Folgen.

Zudem sei die „illegale Präsenz“ der USA eine Ursache für die Spannungen im Irak, äußerte er.

Angriff auf Militärstützpunkt Taji

Am Mittwochabend waren nach Angaben der Internationalen Anti-IS-Koalition mehr als 15 Raketenwaffen gegen den irakischen Militärstützpunkt Taji abgefeuert worden, wo Truppen der internationalen Anti-IS-Koalition stationiert werden. Einige Kilometer von dem Militärstützpunkt entfernt habe sich ein selbstgebauter auf einem Lkw installierter Raketenwerfer befunden.

Nach Angaben des Pentagon wurden bei dem Raketenangriff zwei amerikanische und ein britischer Soldat getötet und 14 weitere Personen verletzt.

Laut einem Sprecher des Kommandos der irakischen Streitkräfte kamen auch irakische Soldaten bei dem Angriff zu Schaden.

Als Reaktion versetzten die USA am Donnerstagabend Präzisionsschläge gegen Anlagen der schiitischen militanten Gruppe „Kataib Hisbollah“ im Irak.

Nach Angaben des irakischen Sicherheitsdienstes wurden sechs Menschen bei den US-Luftschlägen am Donnerstag im Lande getötet. Unter anderem sei der sich im Bau befindliche Flughafen in der Stadt Kerbela betroffen gewesen, hieß es. Die irakische Luftwaffe verurteilte die Luftangriffe der USA, die ihrer Ansicht nach gegen Prinzipien der Zusammenarbeit verstoßen.

Taji zum zweiten Mal in der Woche attackiert

Laut der Nachrichtenagentur AP wurde der Militärstützpunkt Taji am Samstag erneut von einem Raketenangriff getroffen.

Die US-geführte Anti-IS-Koalition bestätigte die Attacke: Dabei seien fünf Menschen, darunter drei Soldaten der internationalen Koalition und zwei irakische Militärs, verletzt worden. Die Militärbasis sei von mindestens 25 Raketen getroffen worden, berichtete der Sprecher der Operation Inherent Resolve, Oberst Myles Caggins.

Die Bundeswehr teilte via Twitter mit, ihre Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.

Nach Angaben der irakischen Armee wurden bei dem Angriff zwei Soldaten der Flugabwehr schwer verletzt. Sie befänden sich derzeit in einem kritischen Zustand, wie der Sprecher des Gemeinsamen Einsatzkommandos, Generalmajor Tahsin al-Khafaji, mitteilte. 33 ungelenkte Raketenwaffen seien in Richtung der irakischen Flugabwehrbesatzungen abgefeuert worden, sagte er und warnte die US-Truppen davor, ohne Genehmigung vonseiten des irakischen Kommandos auf Angriffe auf die Militärbasis Taji zu reagieren.

*Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

asch/ae

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