Antikörper-Cocktail zur COVID-19-Behandlung erhält Notfallzulassung in USA (Symbolbild)

Das Unternehmen Regeneron hat für seinen Antikörper-Cocktail zur Behandlung von COVID-19 eine Notfallzulassung in den USA erhalten. Damit kann das Medikament bei Patienten eingesetzt werden, bei denen das Risiko besteht, dass sie schwere COVID-19-Symptome entwickeln.

Am Samstag hat die US-Arzneimittelbehörde FDA dem dem Biotech-Unternehmen Regeneron eine Notfallzulassung für einen Antikörper-Cocktail zur Behandlung von COVID-19 in den USA erteilt. Nun kann das Medikament mit zwei Antikörpern zur Behandlung von Patienten ab zwölf Jahren eingesetzt werden, bei denen das Risiko besteht, dass sie schwere COVID-19-Symptome entwickeln. Patienten, die sich im Krankenhaus befinden oder Sauerstoff benötigen, dürfen das Medikament nicht bekommen.

Die FDA erteilte die Zulassung nach einer klinischen Studie mit 799 Erwachsenen mit leichten bis mittelschweren COVID-19-Symptomen, die nicht im Krankenhaus waren. Nach Angaben der New York Times erhielt Regeneron von der US-Regierung mehr als 500 Millionen Dollar für die Entwicklung des Medikaments. Wie der Arzneimittelhersteller in einer Erklärung mitteilte, sollten die ersten 300.000 Dosen von der Regierung kostenlos zur Verfügung gestellt werden, die Patienten müssten aber möglicherweise Kosten an Gesundheitseinrichtungen zahlen, um das Medikament verabreicht zu bekommen.

US-Präsident Donald Trump arbeitet während seiner Behandlung in einem Konferenzraum, nachdem er am 3. Oktober 2020 im Walter Reed National Military Medical Center in Bethesda, Maryland, USA, positiv getestet wurde.

Nach seiner Genesung von COVID-19 hatte Donald Trump im Oktober für die Behandlung der Krankheit mit dem Antikörper-Cocktail von Regeneron geworben. Das Medikament sei keine Behandlungsmethode, sondern ein „Heilmittel“ und ein „Wunder“, das bald allen zur Verfügung stehen solle, versprach der US-Präsident.

Der Antikörper-Cocktail soll verhindern, dass das Virus in die Zelle eintreten kann. Die Behandlung führt dem Unternehmen zufolge zu einer Reduzierung der Viruslast und zu einem rascheren Abklingen der Symptome. Die Antikörper richten sich gegen zwei Regionen des Spike-Proteins auf der Oberfläche des Sars-CoV-2-Virus. Am stärksten profitierten demnach diejenigen Probanden, deren Immunsystem noch keine eigenen Antikörper gegen das Virus gebildet hat. (dpa)

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