Die Idee bezüglich einer Aufhebung der wirtschaftlichen Restriktionen sei beachtenswert, deren Umsetzung hänge aber von den westlichen Partnern ab, sagte Peskow gegenüber Journalisten.

„Jetzt, wo wir es mit solch einem angespannten Moment hinsichtlich der Wirtschaftskonjunktur, der Preise für Energieträger und der Corona-Ausbreitung zu tun haben, verschlimmern diese Restriktionen die Lage. Darum ist diese Idee beachtenswert. Allerdings, hängt alles von einigen bekannten Ländern ab“, so Peskow.

Er äußerte sich auch zur Frage, ob Moskau die Sanktionen einseitig aufheben werde. Laut Peskow sei ihm unbekannt, dass solche einseitigen Schritte seitens Russlands vorbereitet würden.

Noch dazu unterstrich er, dass jetzt gegen Russland viele Restriktionen verhängt werden, die dem Völkerrecht widersprechen. Peskow verwies dabei darauf, dass Sanktionen nur gemäß einer Resolution des UN-Sicherheitsrates verhängt werden können.

„Das, was die USA oder die EU jetzt machen, diese Handelseinschränkungen oder Restriktionen, sind vom Völkerrecht her unrechtmäßig“, schloss Peskow.

Antirussische Sanktionen

Die Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Staaten hatten sich wegen der Situation in der Ukraine verschlechtert, wo sich Anfang 2014 ein Staatsstreich ereignet hatte, sowie aufgrund der Wiedervereinigung Russlands mit der Krim nach einem entsprechenden Referendum auf der Halbinsel, die bis dahin Teil der Ukraine gewesen war.

Die USA und die EU verhängten politische und wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln aus den Ländern, die zuvor Sanktionen gegen Russland angewandt hatten, und wechselte zum Importersatz.

Coronavirus-Fälle

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Coronavirus Covid-19 als Pandemie eingestuft. Weltweit wurden laut aktuellen WHO-Angaben bereits mehr als 294.000 Menschen in 187 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Registriert wurden knapp 13.000 Todesopfer.

ac/mt

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