Die Folgen der Viruserkrankung sind beunruhigend. Auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus sollen die Betroffenen an Lungenproblemen und Atemnot leiden. Dies geht aus einer Untersuchung des Zentrums für Infektionskrankheiten hervor, der sich eine Gruppe von zwölf  bereits genesenen Patienten unterzogen hat. Zuvor berichtete darüber die „South China Morning Post“.

„Nach schnellem Gehen ringen sie nach Luft. Bei einigen der Patienten ist eine Abnahme der Lungenfunktion um 20 bis 30 Prozent zu beobachten“, sagte Owen Zeng.

Der Arzt fügte hinzu, die Patienten würden zur Feststellung des Ausmaßes der Lungenbeeinträchtigung auch weiterhin untersucht. Zudem werde ihnen eine Physiotherapie zur Stärkung der Lungen verordnet.

Neun der Patienten seien einer Computertomografie (CT) unterzogen worden. Die CT-Aufnahmen hätten Symptome angezeigt, die auf eine Beschädigung der Lungen schließen lassen. Wie weitreichend die Folgen der Erkrankung seien, müsse noch ermittelt werden, so Owen Zeng. So wollen die Ärzte untersuchen, ob das Covid-19 eine Lungenfibrose verursacht – eine Veränderung des Lungengewebes, die zu einer Verhärtung und Vernarbung der Lunge führt. Durch die verringerte Dehnbarkeit verringert sich das Lungenvolumen und die Atmung wird behindert.

Der Experte empfahl den entlassenen Patienten, Übungen zur Anregung des Herzkreislaufsystems zu machen – so sei beispielweise Schwimmen für die Regeneration der Lungen äußerst hilfreich.

Laut dem staatlichen Gesundheitskomitee in Peking haben sich in Festlandchina bisher 80.793 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. 62.793 von ihnen (77,7 Prozent) seien genesen und aus den Krankenhäusern entlassen worden. Weltweit wurden inzwischen mehr als 130.000 Menschen in mehr als 120 Ländern infiziert. Eine Mehrheit von ihnen konnte genesen, mehr als 5000 sind der Erkrankung bislang erlegen.

mka/gs

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