Der Walhai ist der größte Hai und zugleich der größte Fisch der Gegenwart. Die Art ist gefährdert, die Schutzmaßnahmen sind jedoch dadurch behindert, dass die Genauigkeit vieler grundlegender Angaben zu den Walhaien fragwürdig ist. Dies ist dem am 6. April veröffentlichten Artikel zu entnehmen.

Joyce Ong, sein Mitautor Mark Meekan, ein Fischbiologe am Australian Institute of Marine Science in Crawley (Bundesstaat Western Australia), und ihre Kollegen befassten sich mit einer solchen großen Unbekannten bei den Walhaien, wie es deren Lebenserwartung ist.

Nuklearwaffentests liefern Hinweise

Die Wissenschaftler basierten ihre Analysen auf den C14-Isotopen. Sie kommen in der Atmosphäre natürlich vor. Ihre Mengen in der Umwelt wurden aber wegen der in den 1950er und 1960er Jahren durchgeführten Atombombentests erhöht.

Dieser Überschuss wurde vom Meer und von allen Organismen im Nahrungsnetz absorbiert. Auch im Haiskelett konnten erhöhte Mengen von C14-Isotopen gemessen werden.

Die Forscher nahmen Proben aus den Wirbeln von zwei Walhaien und verglichen die Menge der C14-Isotope, die in bestimmten Jahren im Meer vorhanden waren, mit der Menge der Isotope in den aufeinanderfolgenden Wachstumsringen der Knorpel.

Mit Hilfe der Radiokarbonmethode konnte das Team das Alter der Haie feststellen. Die Wisseschaftler zählten außerdem die Wachstumsringe an den Wirbeln eines Hais und entdeckten, dass sie mit jährlichem Abstand entstehen. Darüber, wie viel Zeit ein einzelner Ring repräsentiert, wird seit Langem debattiert.

mo/mt

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