„Die Möglichkeiten der Nato bei einem intensiven Konflikt mit Russland werden sich mit der Einführung von Hunderten Kampfflugzeugen der fünften Generation in den 2020er Jahren verbessern“, heißt es im Bericht „At the Vanguard: European Contributions to NATO’s Future Combat Airpower“ (dt.: „An der Spitze: Europäische Beiträge zur Zukunft der Nato-Luftstreitkräfte“).

Die F-35 werden demnach bei einem Kampfeinsatz in der Lage sein, das russische Luftabwehrsystem zu durchbrechen und „von den ersten Stunden des Konflikts an einen bedeutenden Beitrag zu leisten“.

So sollten die Länder des Nordatlantischen Bündnisses, die Verträge über die Lieferung von F-35 unterzeichnet haben, ihre Luftflotte verbessern, um in Zukunft gemeinsame Operationen unter Beteiligung des neuen Kampfflugzeugs durchführen zu können, heißt es im Bericht weiter.

Derzeit würden die europäischen Luftstreitkräfte über Flotten mit relativ begrenzten Fähigkeiten zur Durchführung anspruchsvollster Missionen verfügen, die in einem Konflikt hoher Intensität erwartet würden. Die im Bericht erwähnten europäischen Verbündeten hätten etwa 1900 Kampfflugzeuge, von denen weniger als 100 der fünften Generation angehören.

Die Lockheed Martin F-35 Lightning II ist ein Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug der fünften Generation, das neben den USA bei einer Reihe ihrer Verbündeten (obgleich in geringer Zahl) im Einsatz ist. Das Programm zur Entwicklung des Kampfjets hat bereits rund 1,5 Billionen US-Dollar gekostet und ist somit zum teuersten Waffenprogramm in der Geschichte geworden.

Vergangenen November gab der US-Rechnungshof bekannt, dass das Pentagon Probleme bei der Wartung des neuen Kampfflugzeugs habe. Dies sei auf einen Mangel an Ersatzteilen und Probleme mit dem autonomen logistischen Informationssystem zurückzuführen.

asch/sna/ae

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