Das Schiff „Sea Launch Commander“ verließ demnach am 28. Februar den Hafen von Long Beach bei Los Angeles. Es soll Slawjanka um 08:33 Uhr (Ortszeit) erreicht haben.

Zuvor war mitgeteilt worden, dass das Schwerlastschiff „Xin Guang Hua“ mit der Startanlage „Odyssey“, das den Hafen von Long Beach am 2. März verlassen hatte, am 30. März in Slawjanka ankommen solle.

Projekt „Sea Launch“

Das Projekt „Sea Launch“ entstand in den 1990er Jahren. Damals beteiligten sich daran der russische Raumfahrtkonzern RKK Energija, die ukrainischen Unternehmen KB Juschnoje und Juschmasch, die amerikanische Firma Boeing und der norwegische Konzern Kvaerner.

Die Idee des Projekts besteht in Raketenstarts von einer speziell adaptierten Bohrplattform in Äquatornähe. So wurden das Kommandoschiff „Sea Launch Commander“ gebaut, und aus einer ausgedienten Ölbohrplattform entstand die Startplattform „Odyssey“.

Im Juni 2009 musste „Sea Launch“ Insolvenz gemäß Artikel 11 des US-Insolvenzrechtes anmelden. Grund dafür war Überschuldung.

Im Jahr 2016 unterzeichnete das russische Luft- und Raumfahrtunternehmen „S7 Group“ einen Vertrag über den Kauf von „Sea Launch“.

Im Dezember 2019 war mitgeteilt worden, dass der schwimmende Raumhafen „Sea Launch“ aus Kalifornien in den Fernen Osten verlagert werden könnte.

ak/sb/sna

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