Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei das mehr als doppelt so viel. Dies geht der Zeitung zufolge aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Es geht Cyberverbrechern oft darum, Daten der Krankenhäuser und anderer Einrichtungen zu verschlüsseln, um dann ein sogenanntes Lösegeld für die Freigabe der Daten zu fordern.

Von den Hacker-Angriffen sind nicht nur Kliniken, sondern auch Banken und Versicherungen, Energie- und Wasserversorger sowie andere Organisationen betroffen. Wie die „F.A.Z.“ berichtet, wurden bis Anfang November 171 mit Erfolg durchgeführte Attacken auf Einrichtungen der sogenannten kritischen Infrastruktur gezählt. Im vorigen Jahr waren es 121, im Jahr davor nur 62.

„Es gibt immer wieder Angriffswellen auf bestimmte Bereiche. In der Corona-Zeit ist auch die Zahl der Angriffe auf Krankenhäuser gestiegen“, sagte der Zeitung Isabel Münch, Expertin für kritische Infrastruktur im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

„Die Krankenhäuser holen in Sachen IT-Sicherheit gerade auf, aber noch nicht jedes ist dort, wo es sein sollte. Mindestens 15 Prozent der IT-Investitionen müssen in die IT- und Cybersicherheit gehen“, so die Expertin.

ek/mt/dpa

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