Am Dienstag berichtete die „Financial Times“ über eine „bedeutende Desinformationskampagne“ der „kremlnahen russischen Medien“, die angeblich „die Corona-Krise in westlichen Ländern verschärfen soll“.

Die FT verwies auf ein neunseitiges EU-Dokument, in dem russischen Medien demnach vorgeworfen wird, „Verwirrung, Panik und Angst“ über das neuartige Coronavirus zu säen.

Dabei handle es sich um ein internes Dokument, das nicht für die Veröffentlichung bestimmt sei, betonte Stano.

„Das Dokument, über das die ‚Financial Times‘ berichtet hat, ist ein internes Arbeitsdokument, das für die Veröffentlichung nicht bestimmt ist. Deswegen darf man dessen Inhalt nicht kommentieren“, sagte er in einem Statement.

Er fügte hinzu, dass sich die EU aktiv mit „Desinformationen“ seitens verschiedener Medien, einschließlich Sputnik, befasse, die nicht nur mit Covid-19 zu tun hätten. Konkrete Beispiele nannte der Sprecher aber nicht.

Reaktionen aus Russland

Die RT- und Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan kommentierte die Vorwürfe wie folgt:

„In einem kürzlich veröffentlichten Bericht suchen sie nach Verantwortlichen für das Coronavirus-Chaos in Europa. Und sie finden RT “, schrieb Simonjan.

Sie zitierte die FT-Zeitung, die berichtete, dass Internet-Nutzer vom 1. Januar bis 12. März mehr als 6,8 Millionen Mal Links zu Coronavirus-Materialien geteilt hatten, die auf RT auf Spanisch veröffentlicht wurden.

 „Liebe Erdenbewohner, die ihr jetzt in Supermärkten um Klopapier kämpft! Ich glaube, ich weiß, wofür sie die letzte Druckauflage der FT-Zeitung benutzen können“, schloss Simonjan.

Zuvor hatte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, gesagt, dass es eigentlich „vom gesunden Menschenverstand her unmöglich” sei, dieses Dokument zu kommentieren. Der Pressesprecher hatte auch unterstrichen, er bedauere es sehr, dass die „russophobe Besessenheit“ auch in dieser schwierigen Zeit nicht nachlasse.

ac/mt/sna

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