Jetzt geht es um die Systemarchitektur des künftigen deutsch-französischen Kampfpanzers: Diese soll ausdefiniert werden – und der Haushaltsausschuss des Bundestags hat diese nächste Arbeitsetappe am MGCS kürzlich gebilligt. Dies sei ein wichtiger nächster Schritt in der Fortsetzung der deutsch-französischen Kooperation, heißt es in einer Mitteilung des Bundesverteidigungsministeriums laut Fachmedien.

Entwickelt wird das Main Ground Combat System von den deutschen Rüstungskonzernen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall Defense sowie vom französischen Rüstungsunternehmen Nexter Systems. Durch die Gemeinschaftsentwicklung und -produktion sollen größere Stückzahlen und somit Kosteneinsparungen infolge von Skaleneffekten erreicht werden.

Das MGCS soll ab Mitte der 2030er Jahre die Leopard-2-Panzer der Bundeswehr und die Leclerc-Panzer der Armée de Terre (französisches Heer) ersetzen. Fachleute bezeichnen das künftige Gefechtsfahrzeug als „Europas Antwort auf den russischen Armata“, schreibt das „Military Watch Magazine“ (MWM). Das deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt sei durch die Präsentation des russischen T-14 erheblich beschleunigt worden.

Allerdings: Mit dem ersten vorführfähigen Prototyp des MGCS rechnet man frühestens 2027. In dem Jahr wird der Armata bereits zwölf Jahre beim russischen Heer gedient haben. Und: Die Entwickler des T-14 werden diese Zeit sicherlich dazu nutzen, den Kampfpanzer kontinuierlich zu verbessern. Insofern ist fraglich, schreibt das „MWM“, ob das deutsch-französische MGCS jemals wird einen Kräftegleichstand mit dem russischen KPz erreichen können.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.