Die SPD-Politikerin reagierte damit auf Berichte, wonach Franzosen im Saarland beschimpft und deren Autos mit Eiern beworfen worden seien.

Zu „beschämenden Auswüchsen“ hätten in der Grenzregion die verschärften Grenzkontrollen im Zuge der Corona-Krise geführt.

„Ich entschuldige mich für diese Einzelfälle.“

Rehlinger halte solches Vorgehen auch in einer Ausnahmesituation für unwürdig.

„Wer so etwas tut und die derzeitige Notsituation für Ressentiments missbraucht, der versündigt sich auch an der Freundschaft zu Franzosen und Französinnen.“

Übergänge an deutsch-französischer Grenze gesperrt

Derzeit gibt es fünf geöffnete, überwachte Grenzübergänge im Saarland mit Frankreich. Viele andere kleine sind gesperrt.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans verteidigte die Grenzkontrollen wegen der hohen Zahl von Infektionen im Osten Frankreichs und wegen der vielen Berufspendler aus Frankreich.

Die Landesregierung sei um die Öffnung weiterer Grenzübergänge bemüht. Laut dem CDU-Politiker ist das nicht ein „Problem des guten Willens“, sondern „einzig ein personelles Problem“.

Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

Weltweit wurden nach WHO-Angaben bereits mehr als 1,3 Millionen Menschen in 212 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Registriert wurden bisher demnach 79.235 Todesopfer.

mo/mt/dpa

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