„Die sozialen Medien müssen ihre Daten mit Faktencheckern und Wissenschaftlern teilen. Das würde helfen, gefährliche Gerüchte frühzeitig aufzuklären“, erklärte von der Leyen am Dienstag.

Knoblauch gegen Corona?

Knoblauch und Vitamin C hülfen nicht gegen das Coronavirus. Dennoch zirkulierten solch „absurde Falschmeldungen“ zuhauf in den sozialen Netzwerken, sagte von der Leyen nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe einen massiven Anstieg solcher Nachrichten, was sie umtreibe.

Menschen könnten schweren Schaden nehmen, etwa wenn ihnen suggeriert werde, das Trinken von Bleichmitteln würde gegen das Coronavirus helfen. «Solche Chemikalien zu trinken, ist lebensgefährlich», warnte von der Leyen. Es ärgere sie zudem, wenn auf dem Rücken verunsicherter Menschen Profite gemacht würden.

Dagegen müsse vorgegangen werden. Deshalb arbeite die EU-Kommission intensiv mit den großen sozialen Plattformen zusammen. Diese verlinkten Nutzer schon jetzt mit vertrauenswürdigen Inhalten und machten gefährliche Inhalte und irreführende Werbung weniger sichtbar oder löschten sie. „Aber es muss noch mehr getan werden.“

„Verdächtige Inhalte prüfen“

Auch auf einer Webseite der EU-Kommission könnten verdächtige Inhalte geprüft werden, sagte von der Leyen. Dort gebe es auch eine Rubrik, die Falschmeldungen richtigstelle.

„Vertrauen Sie den Gesundheitsbehörden, vertrauen Sie der Weltgesundheitsorganisation, vertrauen Sie dem gesunden Menschenverstand und journalistischer Sorgfalt in den Qualitätsmedien“, riet die deutsche Politikerin.

Desinformation könne Leben kosten.

am/jeg

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