Normal ist für einen Bomber heute ein Strahlantrieb, die Tupolew Tu-95 fliegt aber seit eh und je mit Propeller. Trotzdem bleibt dieser viermotorige Bomber auch im 21. Jahrhundert zeitgemäß und wichtig, schreibt „The National Interest“. Möglich macht das die erfolgte Modernisierung von Zelle, Bordelektronik und Avionik – vor allem aber: „die erhebliche Verbesserung bei den Waffensystemen“.

Vor der Entwicklung von Interkontinentalraketen waren strategische Bombenflugzeuge praktisch die einzigen nuklearfähigen Waffenplattformen.

Der russische Bomber Tu-95 ist ein „ewig junger“, schreibt das Portal. Das Flugzeug ist flexibel genug, um sich an unterschiedliche Missionen anpassen zu können. Ursprünglich ausgelegt auf den Einsatz freifallender Bomben, kann die Tu-95 heute auch Marschflugkörper einsetzen. Auf der Tu-95-Basis entstanden außerdem Ausführungen für Grenz- und Seeraumpatrouillen.

Auch als Versuchsträger für zukunftsverheißende Technologien wurde der russische Bomber genutzt, so das Portal. Beispielsweise entwickelten russische Konstrukteure aus einer Tu-95 eine Testplattform für Flugzeuge mit Nuklearantrieb.

Die Entwicklung von Tupolew habe sich mit der Zeit bewährt und von ihrem Einsatzwert auch im 21. Jahrhundert nichts eingebüßt – dank gelungener Konstruktion und stetiger Modernisierung, schreibt „The National Interest“.

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