Die Löscharbeiten dauerten mittlerweile schon sechs Tage. Die Feuerwehr werde von drei Flugzeugen und drei Helikoptern unterstützt.

Umweltexperten befürchten, dass durch die Feuer radioaktive Teilchen aufgewirbelt und verteilt werden könnten. Nordwestwind trägt den Rauch aktuell in Richtung der Hauptstadt Kiew. Die Behörden versichern jedoch weiterhin, dass es keine erhöhte Strahlung in den benachbarten bewohnten Gebieten gebe. Im Bereich der Löscharbeiten gebe es an einzelnen Abschnitten erhöhte Werte.

„Bei Bränden kann eine erhebliche Menge Radioaktivität freigesetzt werden“, sagte der Atomexperte der Umweltorganisation Greenpeace, Heinz Smital, der Deutschen Presse-Agentur.

Er geht von einem größeren Ausmaß aus, als von den Behörden angegeben. Nach Auswertung von Satellitendaten sei bereits eine Fläche von insgesamt rund 18.000 Hektar verbrannt. Die Behörden gaben am Donnerstag aber nur die Zahl aller Brände im Land an – demnach gibt es 17.000 Feuer auf einer Fläche von insgesamt 20.000 Hektar. Zuletzt hatten die Behörden von 35 Hektar um Tschernobyl gesprochen.

Polizei-Angaben zufolge wurden mehrere Bewohner, die mittlerweile in die verlassene Kleinstadt Poliske zurückkehrt sind, in Sicherheit gebracht und die Kontrollpunkte zum Sperrgebiet geschlossen.

jeg/dpa

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