Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

Bundestag will Rettungspaket beschließen

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen kommt der Bundestag heute zu einer stark verkürzten Sitzungswoche zusammen. Die Abgeordneten wollen das historisch einmalige Hilfspaket für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise beschließen. Für das von der schwarz-roten Koalition geplante Aussetzen der im Grundgesetz vorgeschriebenen Schuldenbremse zeichnet sich vor der Plenarsitzung eine Mehrheit ab. Damit wäre auch der Weg für einen Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro frei.

Billionen-Dollar-Konjunkturpaket in den USA

In den USA ist der Weg frei für das Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Es soll laut der Nachrichtenagentur Bloomberg zwei Billionen Dollar umfassen. Die Parteien haben sich geeinigt, teilten der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer Mitch McConnell in Washington am frühen Mittwochmorgen vor Journalisten mit. Nach dem Senat muss dann noch das Repräsentantenhaus dem Gesetzespaket formal zustimmen. Die Führung der von den Demokraten kontrollierten Parlamentskammer war bereits an den Verhandlungen im Senat beteiligt. Nach den Worten McConnells soll das Paket noch heute verabschiedet werden.

150 Geiseln in Sikh-Tempel in Kabul

Mehrere Angreifer haben im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul einen Tempel der Sikh-Religion gestürmt und mindestens 150 Menschen in ihre Gewalt gebracht. Die Gottesdienstbesucher gehen normalerweise früh am Morgen in den Tempel, sagte ein Vertreter der Sikh- und Hindugemeinschaft im afghanischen Parlament heute. Eine weitere Politikerin bestätigte die Zahl der Geiseln. Die militant-islamistischen Taliban dementierten, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Berlin nimmt Corona Fälle aus Italien auf

Nach anderen Bundesländern will auch Berlin schwerkranke Corona-Patienten aus Italien zur Behandlung aufnehmen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller am Abend im rbb-Fernsehen an. Er habe bereits mit der Leitung der Charité darüber gesprochen, wie das organisiert werden könne. Berlin folgt damit dem Beispiel anderer Länder. In Sachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind bereits Patienten aus dem Ausland untergebracht. Müller sagte weiter, er rechne damit, dass auch nach Ostern das öffentliche Leben noch eingeschränkt bleibt. Die Länder seien sich in dieser Frage einig. Der SPD-Politiker forderte die Bevölkerung auf, sich mit den zurzeit geltenden Regeln zu arrangieren.

Eventim warnt vor Insolvenzwelle

Kleine und mittelgroße Veranstalter von Konzerten und Kulturevents sind nach Worten von Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg aufgrund der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Sollte es eine bislang geplante aufschiebende Regelung für die Ticketerstattung nicht geben, werde die Kulturlandschaft in Deutschland umfassend und dauerhaft Schaden nehmen. Dann gingen mehr als die Hälfte der deutschen Veranstalter in den Konkurs, warnte Schulenberg, gegenüber der DPA. Allein bei Eventim seien inzwischen 55 000 Veranstaltungen verschoben worden.

Boni in Einzelhandel und Gesundheitswesen steuerfrei machen

Um Beschäftigte im Einzelhandel und im Gesundheitsbereich in der Corona-Krise zu stützen, sollten sie aus Sicht der Grünen steuerfreie Prämienzahlungen bekommen können. Die Menschen im Einzelhandel und im Gesundheitsbereich machen gerade einen für die ganze Gesellschaft wichtigen Job, sagte die Chefin der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, der DPA. Ihre harte und derzeit auch riskante Arbeit verdiene mehr Anerkennung.

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