Allerdings stellte der Forscher klar, dass dies nur in dem Fall eintreten könne, wenn die Länder die Pandemie ernst nehmen und entschlossene Maßnahmen ergreifen würden.

„Ich empfehle allen Ländern, die Anweisungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu befolgen und auf nationaler Ebene zu handeln“, sagte der Berater in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Er fügte hinzu: „Wenn sich alle Länder mobilisieren, könnte es bis Juni vorüber sein.“

Laut Zhong, der bereits 2003 an der Bekämpfung der corona-ähnlichen Sars-Krankheit maßgeblich beteiligt war, sind die Viren in den warmen Monaten des Jahres weniger aktiv. Das könnte die Pandemie-Ausbreitung verlangsamen.

Wie das staatliche Gesundheitskomitee in Peking mitteilte, haben sich in Festlandchina bisher 80.793 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. 62.793 von ihnen (77,7 Prozent) seien genesen und aus den Krankenhäusern entlassen worden. Insgesamt seien zwei Drittel aller weltweit registrierten Infektionsfälle in der chinesischen Provinz Hubei aufgetreten.

In den letzten 24 Stunden seien Landesweit nur 15 neue Infektionen nachgewiesen worden, hieß es. Sechs der Infizierten seien aus dem Ausland eingereist.

„Im Großen und Ganzen ist der Höhepunkt  der Pandemie in China vorüber“, sagte Mi Feng, Sprecher des staatlichen Gesundheitskomitees.

Weltweit haben sich inzwischen mehr als 114.000 Menschen mit dem neuen Virus Sars-CoV-2 angesteckt, das im Dezember erstmals in China entdeckt worden war. In Deutschland gab es bis Mittwochabend nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 1567 Infizierte und drei Todesfälle. Das Virus forderte am Donnerstag zwei weitere Opfer. Die Weltgesundheitsorganisation stufte kürzlich die Corona-Krise als Pandemie ein.

mka/gs

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