Am Mittwoch teilte das Landwirtschaftsministerium von China mit, dass Hunde nicht mehr als Nutztiere bezeichnet würden. Diese Bezeichnung wird in China für Tiere verwendet, die von den Menschen unter anderem zur Fleisch-, Milch- und Fellgewinnung genutzt werden können.

„Was Hunde betrifft, so sind sie aufgrund der Fortschritte der menschlichen Zivilisation und der Entwicklung der öffentlichen Sorge und des Tierschutzes zu Haustieren geworden. Weltweit gelten Hunde nicht als Vieh, und sie werden auch bei uns nicht zu Zuchttieren zählen“, hieß es in der Mitteilung des chinesischen Landwirtschaftsministeriums.

In den am Mittwoch veröffentlichten Richtlinienentwürfen, die der Öffentlichkeit zur Konsultation präsentiert wurden, sind 18 traditionelle Tierarten angegeben, die gezüchtet werden können, darunter Rinder, Schweine, Geflügel und Kamele.

Außerdem wurden 13 „spezielle“ Tierarten hinzugefügt, die von den Handelsbeschränkungen für Wildtiere auch nicht betroffen sein werden, darunter Rentiere, Alpakas, Fasane, Strauße und Füchse.

Allerdings werden in China nach Angaben der Tierschutzorganisation Humane Society jährlich rund zehn Millionen Hunde wegen ihres Fleisches geschlachtet. In der chinesischen Stadt Yulin in der Region Guangxi wird sogar ein jährliches Hundefleischfest veranstaltet.

„Dieser Entwurf könnte ein entscheidender Moment für den Tierschutz in China sein“, sagte Wendy Higgins, eine Sprecherin von Humane Society International.

Es wird vermutet, dass das Coronavirus von Hufeisenfledermäusen stammt, die auf den Märkten der Stadt Wuhan verkauft werden.

Daraufhin hatte China die Zucht, den Handel und den Verzehr von Wildtieren verboten und alle Lizenzen widerrufen. Die Behörden hatten auch versprochen, die entsprechenden Gesetze zu ändern, um das Verbot dauerhaft zu machen.

Anfang April hatte die chinesische Millionenstadt Shenzhen als erste mit einer chinesischen Essenstradition gebrochen. Haustiere, darunter Hunde und Katzen, dürfen dort fortan nicht mehr gegessen werden.

ac/mt/rtr

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