„Wir erwarten, dass die nächste Epidemiewelle voraussichtlich im November beginnen kann“, zitierte die Zeitung „Nikkei Asian Review“ am Montag den Arzt, der auch an der Spitze des chinesischen Expertenteams zur Behandlung von Covid-19  in Shanghai steht.  

Ihm zufolge zeugen Rechenmodelle davon, dass die Menschheit den Erreger bis Sommer kaum besiegen wird, da der Coronavirus-Ausbruch in neuen Ländern gemeldet wird.

Wie er weiter ausführte, werde die zweite Welle weit schwächer als die erste sein. Dennoch könne es für einige Länder Afrikas und Südamerikas wegen unzureichenden medizinischen Ressourcen schwierig sein, die Epidemie zu unterbinden.

Chinesischer Hauptepidemiologe bewertet Wahrscheinlichkeit einer zweiten Coronavirus-Welle

Am Sonntag hatte der Hauptepidemiologe und Mitglied des staatlichen Komitees für Gesundheitsfragen von China, Zhong Nanshan, die Wahrscheinlichkeit eines zweiten Corona-Ausbruchs im Land bewertet.

Obwohl ein Risiko für die Einfuhr und Ausbreitung des Erregers aus anderen Ländern bestehen bleibe, sei die Wahrscheinlich eines neuen großangelegten Ausbruchs sehr niedrig. Seine Meinung begründete er damit, dass in China sehr strenge Vorbeugungsmaßnahmen getroffen würden.   

Neuartiges Coronavirus in China

Ende Dezember hatten Behörden der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei den Ausbruch einer Lungenkrankheit fixiert, die durch das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 hervorgerufen wird. Das Virus hat sich innerhalb von wenigen Monaten über den Globus ausgebreitet. Am 11. März stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch der Infektion als Pandemie ein.

In China gibt es nach Angaben der Johns Hopkins University (Stand: 13. April) 83.135 nachgewiesene Covid-19-Infizierungen. 3343 Menschen sind an dem Erreger gestorben.
Weltweit haben sich mehr als 1,851 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. 114.290 Menschen sind gestorben.

ns/ae

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.