Der Bürgermeister betonte, dass sich die Bevölkerung der lombardischen Hauptstadt auf eine lange Phase der allmählichen Erholung vorbereite.

„Wir verstehen, dass es wahrscheinlich zu früh ist, über die Aufhebung der Einschränkungen nachzudenken. Vielleicht wird ein Stop-and-Go-Modus existieren, bis ein Impfstoff gegen Corona auftaucht. Mein Signal an die Einwohner von Mailand und alle Italiener ist, dass sie sich an den Gedanken gewöhnen sollten, dass die Epidemie nicht unbedingt zu Ende sein wird, wenn wir die Beschränkungen aufheben. Vielleicht werden wir es tun und werden dann wieder Ausgangssperren verhängen müssen. Solange es keinen Impfstoff gibt, wird die Situation nicht in Ordnung sein“, sagte Sala während einer Online-Pressekonferenz.

Er bemerkte auch, dass die Mailänder jetzt den Übergang von einer medizinischen Pandemie zu einer „sozioökonomischen Pandemie“ spüren.

Corona-Pandemie

Am 31. Dezember 2019 haben die chinesischen Behörden die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer unbekannten Pneumonie in der Stadt Wuhan im zentralen Teil des Landes (Provinz Hubei) informiert. Experten stellten fest, dass der Erreger der Krankheit ein neues Coronavirus war, später wurde die Krankheit offiziell Covid-19 genannt.

Die WHO hatte am 11. März den Ausbruch von Coronavirus als Pandemie eingestuft. Nach jüngsten Angaben der John-Hopkins-Universität wurden weltweit mehr als 960.000 Infektionsfälle registriert, mehr als 49.000 Menschen sind gestorben.

Aktueller Stand in Italien

Die schwierigste Situation um Coronavirus besteht in den USA, Italien, Spanien und Frankreich. Seit Beginn der Epidemie haben sich in Italien mehr als 110.000 Menschen mit dem neuartigen Virus angesteckt. Davon sind bisher mehr als 13.000 Patienten gestorben. In der italienischen Region Lombardei sind bisher nach Angaben der Behörden rund 57 Prozent aller Todesfälle registriert worden. Einige Länder, darunter Russland, Deutschland und China haben Italien Hilfe im Kampf gegen das Virus geleistet.

ac/mt

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