In den meisten Bundesländern wird die vorsorgliche Schulschließung bis zum Ende der Osterferien, also bis Mitte oder Ende April in Kraft sein: so in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern.

Sachsen will am Montag zunächst die Schulpflicht aussetzen; Lehrer, Schüler und Eltern sollen auf diese Weise Zeit bekommen, sich auf Schulschließungen vorzubereiten. Den genauen Zeitpunkt will die Landesregierung kommende Woche festlegen. Brandenburg setzt den regulären Schulunterricht von Mittwoch an vorerst aus. Der Schulbesuch ist damit weiter möglich, aber nicht mehr verpflichtend. Eine ähnliche Regelung gibt es in Hessen ab Montag.

Die Lehrer und die Eltern scheinen über die Schulschließung bestürzt zu sein. Nur für viele Kinder und Teenager ist die Möglichkeit zu Hause zu bleiben, eine große Freude… Im Netz kursieren bereits neue Memes, Fotos und heitere Unterschriften, die den „Corona-Ferien“ gewidmet sind. 

​Erstmal happy in meinem Zimmer rumspringen weil bei uns für 3 Wochen die Schule gesperrt ist wegen Corona und bei uns noch 2 wochen ferien sind. Heißt also 5 WOCHEN ferien! 🥳 #coronavirus #corona #schulfrei

Einige sind jedoch wegen ihrer Noten besorgt: 

​Die Eltern sind ihrerseits von der Schulschließung wenig begeistert. Viele von ihnen wollten auch wochenlange „Ferien“ genießen. 

#Schulfrei! Meine Mädels rennen draussen in Gruppen von 49 aufgeregten Kindern rum.

​wie ich den kindern zu gucke die jetzt schulfrei haben während ich fett arbeiten muss pic.twitter.com/Uti5fccFzO

​Die Lehrer versuchen, Ruhe zu bewahren und sogar zu scherzen:

Lehrerverband warnt vor „Insellösungen“

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hält bundeslandabhängige Regelungen zu Schulschließungen für fatal. „Bei einer so wichtigen Frage verbieten sich Insellösungen“, sagte er dem Bayerischen Rundfunk. „Wenn es richtig ist, dass wir alle in einem Land und in einer Welt leben, dann kann es nicht sein, dass hier die Schulen geschlossen werden und einen Kilometer weiter nicht.“

Zudem seien Schulschließungen eine „Riesen-Herausforderung“  für die Eltern und Schüler, sagte Meidinger, der Direktor eines Gymnasiums in Bayern ist. Man werde um Not-Betreuungseinrichtungen nicht herumkommen. „Ich warte hier auf gute Vorschläge und Organisationspläne und Maßnahmen der Landesregierung.“

sm/gs

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