Steht Kanzlerin Angela Merkel just am 1. April vor einer grundsätzlichen außenpolitischen Wende?

Vor dem Hintergrund der zunehmend erschreckenden Corona-Meldungen ist eine sensationelle Nachricht aus Italien weitgehend untergegangen. Zugleich tun die Washington-hörigen, selbst ernannten Qualitätsmedien wie immer alles, um diese unerwünschte Entwicklung totzuschweigen.

von Rainer Rupp

Die heute Morgen um 06.30 Uhr vom italienischen Bugiardo-Medienverbund veröffentlichte Nachricht über Kanzlerin Merkel und die angeblich bevorstehende Kehrtwende in der deutschen Außenpolitik hat unter Kennern der Materie eingeschlagen wie eine Bombe.

Wie bekannt, hatte Kanzlerin Merkel, nachdem sie mit einem Corona-Infizierten in Kontakt gekommen war, die Geschicke Deutschlands von zu Hause aus per „Home-Office“ geleitet. Laut Bugiardo habe sich eine Gruppe von Hackern unbekannter Nationalität diesen Umstand zunutze gemacht, um Merkels weniger geschütztes „Home-Office“ zu knacken und ihre Telefongespräche sowie E-Mails und andere Kommunikationen mitzuschneiden. Nach Themen geordnet bieten die Hacker nun gegen hohe Bitcoin-Beträge die gesammelten Informationen im Originalton meistbietenden Kaufinteressenten im sogenannten Darknet des Internets an.

Offensichtlich hat der Bugiardo-Medienverbund das Paket „Außenpolitik“ gekauft und damit einen unglaublichen Coup gelandet, denn es scheint „hochbrisanten Stoff über eine komplette außenpolitische Kehrtwende der deutschen Kanzlerin“ zu enthalten, so heißt es wörtlich in der Bugiardo-Presseerklärung in eigener Sache von heute Morgen.

Leider – aber das ist nachvollziehbar – versucht der Medienverbund Bugiardo, möglichst viel Kapital aus seinem neuen Merkel-Schatz zu schlagen, und deshalb will er die Informationen dem Publikum nur über einen längeren Zeitraum häppchenweise servieren. Aus diesem Grund enthielt die Presseerklärung von heute Morgen auch nur das Gerüst der geplanten Veröffentlichungen mit kurzen Inhaltsangaben zu den jeweils wichtigsten Punkten.

Aus ihren vertraulichen Telefongesprächen mit ihren Beratern, aber auch mit ausländischen Staatsmännern werde laut Bugiardo deutlich, dass Kanzlerin Merkel eine Neuorientierung der deutschen Außenpolitik verfolgt. Vor allem mit dem französischen Staatspräsidenten Macron habe sie sich diesbezüglich telefonisch intensiv ausgetauscht. Laut den Mitschnitten scheint Merkel bereit, weitgehend auf Macrons eigene Vorstellungen zu einer Umgestaltung der europäischen Außenpolitik, beispielsweise durch größere Distanz zu Washington, einzugehen.

Den Grund für diese plötzliche Kehrtwende Merkels, die bisher Washington jeden Wunsch von den Augen abgelesen hatte, sei der Versuch von US-Präsident Trump gewesen, die bei der Entwicklung eines neuen Corona-Impfstoffs weltweit an der Spitze liegende deutsche Firma aus Baden-Württemberg mitsamt den dazugehörigen Wissenschaftlern aufzukaufen bzw. in die USA abzuwerben, damit sie dort – America First – das lebensrettende Medikament exklusiv für den US-Markt herstellen sollte.

Deutschland und alle anderen Länder hätten erst einmal hintenangestanden oder wären ganz leer ausgegangen. Die Tatsache, dass es dazu von US-Seiten nicht einmal Konsultationen mit der Bundesregierung gegeben habe, habe die Kanzlerin, die die Corona-Krise in Quarantäne am eigenen Leib erlebt hat, besonders schwer getroffen und bezüglich der Beziehungen zur US-Regierung nachhaltig ernüchtert.

Wir müssen durch gemeinsame Aktionen möglichst unabhängig von den US-Diktaten werden“, soll sie in Telefongesprächen wörtlich gesagt haben.

Aus dem Austausch mit Macron scheint auch hervorzugehen, dass sich Merkel durchaus der internen Widerstände gegen einen solchen Kurs seitens der eingeschworenen Transatlantiker in den Reihen der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD wohl bewusst ist. Deshalb müsse man vorsichtig agieren, warnte sie ihren französischen Partner. Das gelte auch mit der „dringend notwendigen, tiefgreifenden Verbesserung der Beziehungen zu Moskau“. Hier scheint die Kanzlerin zu Recht zu befürchten, dass rabiat-rechtslastige Regierungen in EU-Osteuropa Sturm gegen einen solchen Kurs laufen und versuchen würden, außerhalb der gemeinsamen EU-Außenpolitik noch engere Beziehungen mit den Falken in Washington einzugehen.

Dennoch seien sich Merkel und Macron darüber einig gewesen, dass es einen gesicherten Frieden in Europa nur mit und nicht gegen Russland geben könne. Deshalb müssten jetzt als Erstes die Wirtschaftssanktionen gegen Russland aufgehoben werden, zumal diese vor allen anderen Ländern hauptsächlich die Wirtschaften der EU-Mitglieder treffen, im Gegenteil zu den USA.

Des Weiteren hätten Merkel und Macron besprochen, in einem gemeinsamen Akt alle französischen und deutschen Soldaten aus den US-geführten Kriegen von Afghanistan über den Irak und Syrien zurückzuziehen. Uneinigkeit zwischen den beiden habe nur in Bezug auf Syrien bestanden. Hier will Merkel offensichtlich weit über die immer noch vom französischen Kolonialismus geprägten Vorstellungen Macrons hinausgehen und tatsächlich etwas gegen die wahren Fluchtursachen im Land machen. Dazu hat sie Macron aufgefordert, die Realitäten in Syrien anzuerkennen. Deutschland und Frankreich könnten nicht wider besseres Wissen fortfahren, gemeinsam mit den USA in Idlib islamistische Terroristen gegen Assad zu unterstützen, nur weil Washington am Ende seines Syrien-Abenteuers nicht als Verlierer dastehen will.

Ist Madame Merkel am Ende ein

Laut den Bugiardo-Gesprächsprotokollen habe Merkel auch dargelegt, dass im Zuge der Flüchtlings- und Migrationswelle die deutsche Bevölkerung zunehmend begriffen habe, was in Syrien tatsächlich abgeht. Deshalb halte sie einen deutschen und EU-Kurswechsel in der Syrienpolitik und die Normalisierung der Beziehungen zu Präsident Assad dringend notwendig. Sie forderte den zögerlichen Franzosen auf, gemeinsam beim Wiederaufbau Syriens mitzumachen. Mit dem Verweis darauf, dass nach dem Ende der Corona-Krise unsere Wirtschaften dringend Aufträge bräuchten, um wieder auf die Beine zu kommen, wollte Merkel dem Franzosen diesen Schritt schmackhaft machen. Denn wenn man nichts unternehme, würden die Russen und vor allem die Chinesen das ganze Geschäft im Alleingang durchziehen.

Dies und noch viel mehr mit allen Details hat Bugiardo in einer täglichen Serie angekündigt, die über die nächsten Wochen dauern soll. Als dramaturgische Steigerung hat der Medienverbund bereits für morgen eine Übersicht über Merkels Sicht auf Italien, auf Land und Leute, auf Wirtschaft und Politik in Aussicht gestellt.

In den nächsten Tagen darf man auf die Reaktionen aus Washington, Moskau, Paris und Osteuropa gespannt sein. Ein Anruf im Kanzleramt bezüglich der Authentizität der Aussagen von Kanzlerin Merkel blieb mit Verweis lediglich auf Corona in der Sache unbeantwortet. Von Journalistenkollegen ist inzwischen zu erfahren, dass die Transatlantiker in den Chefetagen der selbst ernannten deutschen „Qualitätsmedien“ mit zunehmender Verzweiflung versuchen, die von Bugiardo veröffentlichten Nachrichten vom deutschen Publikum fernzuhalten bzw. das, was durchdringt, als Fake News zu bezeichnen.

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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel wurde uns von unserem 1. April-Spezialkorrespondenten Rainer Rupp zugeschickt. Der Autor war während des Kalten Krieges viele Jahre als Kundschafter des Friedens im politisch-militärischen Zentrum des NATO-Hauptquartiers in Brüssel tätig. Die RT Deutsch-Redaktion wartet bereits gespannt auf die nächste Folge am 1. April 2021.

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