Wie das Auswärtige Amt mitteilte, hätten Deutschland und Großbritannien für die Telefonschalte der G7-Außenminister am Mittwoch ihre Vorschläge für eine entsprechende internationale Kooperation vorgelegt. Dabei hätten sich beide Länder darauf geeinigt, dass in diesem Zusammenhang nicht nur eine entsprechende Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Impfstoffes, sondern auch eine Unterstützung für die gegen das Virus am schlechtesten gewappneten Länder der Welt erforderlich sei.

Der Hintergrund für solche Vorschläge ist die Besorgnis der führenden Industriestaaten, dass sich das neuartige Virus in ärmeren Ländern ausbreitet, wo die medizinische Versorgung auf einem niedrigen Niveau ist.

Allerdings gab es am Ende keine gemeinsame Erklärung der Außenminister der westlichen Wirtschaftsmächte.

Noch dazu wurden im Laufe der Telefonschalte laut Heiko Maas die bewaffneten Konflikte in Syrien, Libyen und Afghanistan besprochen.

“Wir sind besorgt über die anhaltende innenpolitische Krise in Afghanistan”, unterstrich Maas.

Ihm zufolge könne der Friedensprozess in diesem Land nur mithilfe einer handlungsfähigen Regierung erfolgen, in der alle politischen Kräfte des Landes präsent seien.

Zuvor hatten die Spitzenpolitiker der G7-Länder eine enge Koordinierung zur globalen Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie vereinbart. Außer dem Gesundheitsschutz gelten diese Anstrengungen der Unterstützung der Arbeitsplätze, des Handels und der Investitionen.

Coronavirus-Fälle

Das neue Virus Sars-CoV-2 war erstmals Ende Dezember in China entdeckt worden. Seitdem haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit mehr als 400.000 Menschen in 197 Ländern angesteckt.

Am 11. März stufte die WHO die Corona-Ausbreitung als Pandemie ein. In Deutschland wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bislang 31.554 Coronavirus-Fälle bestätigt. Davon sind 149 Patienten gestorben.

ac/mt/rtr

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