Die Pandemie wird laut der IWF-Chefin 2020 zu einem „deutlich negativen“ Wirtschaftswachstum führen und die schlimmste Rezession seit der Großen Depression 1929 verursachen.

„(…) Wir rechnen nun hoch, dass mehr als 170 Länder ein negatives Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens erleben werden“, so Georgiewa.

Schwellen- und Entwicklungsländer

Schwellenmärkte und Entwicklungsländer würden von der Krise besonders hart getroffen. Diese Länder würden dann eine Hunderte Milliarden US-Dollar schwere Hilfe aus dem Ausland benötigen. Der Fonds und die Weltbank rufen Kreditoren wie China und andere Länder auf, ihre Forderungen an zahlungspflichtige ärmste Länder zeitweilig nicht einzuziehen.

Sollte die Pandemie in der zweiten Hälfte des Jahres nachlassen, erwarte der IWF, dass 2021 eine teilweise Erholung einsetzen werde. Allerdings könnte sich die Lage auch verschlimmern, warnte Georgiewa.

Kredite über Billion Dollar

Der Währungsfonds sei für Zeiten wie diese geschaffen worden und stelle Kredite über eine Billion Dollar für seine Mitgliedsstaaten bereit. Die Notfallkredite wurden Georgiewa zufolge auf 100 Milliarden Dollar aufgestockt. Bereits 90 Länder hätten den IWF um Finanzhilfen gebeten.

Ermutigend sei, dass alle Regierungen aktiv geworden seien und massive geld- und fiskalpolitische Stützungsmaßnahmen für insgesamt rund acht Billionen Dollar ergriffen hätten.

Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

Weltweit wurden nach WHO-Angaben bereits mehr als 1,4 Millionen Menschen in 212 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 85.711 Todesopfer registriert.

mo/mt/rtr

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.