„Diese Branche ist wahrscheinlich so stark betroffen wie keine andere, und sie ist auch eine Branche, die bis zum Schluss betroffen sein wird“, sagte Bareiß in einer Diskussionsrunde der Initiative „Alarmstufe Rot“ am Sonntagabend in Berlin.

„Deshalb braucht diese Branche auch eine gewisse Sonderhilfe.“ Diese müsse die Besonderheiten von Veranstaltungsunternehmen berücksichtigen, sagte Bareiß, der Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium ist.

Bareiß will mehr Engagement vom Finanzministerium

Der Mittelstandsbeauftragte sagte, das Finanzministerium müsse sich noch weiter bewegen. Er nannte als Beispiel einen „Unternehmerlohn“ für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer, die nun in die Grundsicherung rutschen. Das Wirtschaftsministerium habe dazu ein Konzept vorgelegt. Bareiß sprach sich außerdem für zusätzliche Hilfe für größere Mittelständler aus.

Die SPD-Wirtschaftspolitikerin Sabine Poschmann sagte in der Runde: „Wir zahlen keinen Unternehmerlohn.“ Die Grundsicherung sei ein gutes Instrument. Denkbar sei aber eine zusätzliche Pauschale, um damit Geschäfte vorzubereiten und Veranstaltungen zu planen. Poschmann forderte, mit Hilfe von Corona-Schnelltests wieder mehr Veranstaltungen zu ermöglichen.

Corona verursacht Einbruch der Branche

Mit dem Ausbruch der Pandemie im Frühjahr ist das Geschäft mit Konzerten, Kongressen, Messen und Volksfesten eingebrochen. In der Initiative „Alarmstufe Rot“ haben sich Betroffene zusammengetan. An diesem Montag ist ein Gespräch mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geplant.

pd/sb/dpa

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