Kriminelle sollen kleine Unternehmer in NRW gezielt auf gefälschte Internet-Seiten gelockt haben, um öffentliche Hilfen zu kassieren. Über die Höhe des Schadens könne Pinkwart noch keine Angaben machen.

Datensammlung über falsche Webseiten

Die unbekannten Täter sollen laut dem Innenminister Herbert Reul die Antragsteller auf nachgemachte, aus dem Ausland betriebene Webseiten gelockt haben. Die Fake-Seiten sehen dem Minister zufolge täuschend echt aus. Die dort eingegebenen Daten seien abgegriffen und mit falschen Kontoverbindungen an das für die Corona-Hilfen zuständige NRW-Wirtschaftsministerium weitergeleitet worden. Nach ersten Schätzungen seien 3500 bis 4000 Antragssteller auf Fake-Webseiten geraten.

„Wir gehen von hoch professionellen Tätern aus“, so Reul.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Köln sprach von einer „professionell aufgezogenen, kriminellen Kampagne, die gezielt den hohen Handlungsdruck von Unternehmen und Verwaltung bei der Bewältigung der Corona-Krise“ instrumentalisiere.

Pinkwart hofft, Auszahlungen Ende kommender Woche wieder aufnehmen zu können.

Soforthilfen

Im Rahmen der Soforthilfe schüttete die nordrhein-westfälische Regierung laut einer Sprecherin bereits mehr als drei Milliarden Euro an Kleinunternehmer, Freiberufler und Solo-Selbstständige aus.

Rund 86 Prozent der Antragsteller hätten dabei eine Soforthilfe von 9000 Euro für Betriebe mit bis zu fünf Angestellten erhalten.

mo/mt/rtr

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