Demnach hielten Beamte der US-Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) sowie Experten für Epidemien von Universitäten aus aller Welt im Februar eine Konferenz ab, bei der sie mögliche Auswirkungen der Covid-19-Ausbreitung in den USA besprachen.

Dabei habe Matthew Biggerstaff von der CDC vier mögliche Szenarien modelliert, die auf den Eigenschaften des Virus basieren, einschließlich Schätzungen der Übertragbarkeit und der Schwere der Krankheit, die es verursachen kann.

Diese Ergebnisse seien etwa 50 Expertenteams mitgeteilt worden, die modellieren sollten, wie sich das Virus in den Vereinigten Staaten ausbreiten werde – und was diese Ausbreitung stoppen könnte.

Laut einer Projektion könne Covid-19 innerhalb einer Zeitperiode von einigen Monaten bis zu mehr als einem Jahr 160 bis 214 Millionen Menschen infizieren.

2,4 bis 21 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten könnten eine Krankenhauseinweisung benötigen, was das medizinische System des Landes, das nur etwa 925.000 mit Personal ausgestattete Krankenhausbetten hat, möglicherweise untergraben würde. Weniger als ein Zehntel davon seien für schwer kranke Menschen bestimmt. Zwischen 200.000 und 1,7 Millionen Menschen könnten sterben.

Die Modelle hätten zwar die Maßnahmen nicht berücksichtigt, die zur Eindämmung der Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit getroffen würden. Die Prognosen hätten bis zum 28. Februar gültig sein sollen, hieß es. Allerdings seien die Szenarien auch derzeit „ungefähr gleich“ geblieben, so Ira Longini, Ko-Direktor des Zentrums für Statistik und Infektionskrankheiten an der Universität von Florida.

Covid-19-Ausbruch

Am Mittwoch hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Covid-19 als eine Pandemie eingestuft. Mehr als 130.000 Menschen in mehr als 120 Ländern wurden infiziert. Eine Mehrheit davon konnte genesen, über 5000 sind jedoch bereits der Erkrankung erlegen.

asch/ae

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