Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen betonte am Montag zur Vorlage der Untersuchung, dass in dieser Berechnung automatisiert abgewehrte Attacken wie beispielweise von einer Firewall gestoppte Spam-E-Mails nicht enthalten seien.

Das sind die verbreitetsten Cyber-Attacken 

Die häufigste Attacke mit 22 Prozent war dabei das sogenannte Phishing, bei dem Angreifer versuchen, beispielweise mithilfe von präparierten E-Mails an Passwörter oder Bankdaten zu kommen. Darauf folgen mit 13 Prozent Ransomware-Angriffe, bei denen Schadsoftware Rechner verschlüsselt und Lösegeld fordert. Das sogenannte CEO-Fraud, eine Masche mit angeblichen E-Mails vom Firmenchef oder anderen Top-Managern, kam auf acht Prozent. Große Unternehmen sind laut der Studie von diesen drei Angriffsarten deutlich häufiger betroffen gewesen als kleinere.

Zugleich gaben lediglich zwölf Prozent der Unternehmen an, den schwerwiegendsten Cyberangriff der vergangenen zwölf Monate angezeigt zu haben. Große Firmen mit mehr als 500 Beschäftigten erstatteten dabei häufiger Anzeige (22 Prozent) als kleine Unternehmen mit zehn bis 49 Mitarbeitern (elf Prozent).

Fast alle Unternehmen setzten demnach technische Sicherheitsmaßnahmen wie aktuelle Antiviren-Software, zügige Installation von Updates und regelmäßige Backups ein.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer Befragung von 5000 Unternehmen sowie Feldstudien.

ak/sb/dpa

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