„Es soll jetzt niemand glauben, dass das in zwei Wochen erledigt ist“, sagte Brecht der Deutschen Presse-Agentur. Daimler produziere nun einmal Autos und Nutzfahrzeuge.

„Woher sollte ich im Moment den Glauben nehmen, dass die Leute in einigen Wochen wieder massenhaft Autos kaufen?“

Was die Regierung derzeit unternehme, um das öffentliche Leben herunterzufahren, sei richtig und notwendig. Aber als Folge werde sich eine Wirtschaftskrise entwickeln.

Daimler hat die Produktion in Europa für zunächst zwei Wochen weitgehend gestoppt – Verlängerung je nach Entwicklung der Lage nicht ausgeschlossen. Man wolle die Belegschaft schützen und dazu beitragen, die Infektionsketten zu unterbrechen, hieß es zur Begründung. Und auch dass nun eine Phase mit niedrigerer Nachfrage bevorsteht, hat der Konzern schon angedeutet.

Ohnehin sei es wichtig, so aufgestellt zu bleiben, dass der Wiederanlauf schnell gelinge und nach dem Ende der Krise nicht Monate dafür ins Land gingen, die nötigen Leute zu finden. Einige Bereiche blieben deshalb auch in Betrieb, unter anderem dort, wo der Anlauf neuer Fahrzeuge vorbereitet werde – unter dem maximal möglichen Schutz der Beschäftigten. „Wir müssen diese Krise managen“, sagte Brecht. „Aber es wird auch ein Leben nach der Corona-Krise geben.“

Auch bei Volkswagen pausiert Produktion

Wegen der Corona-Krise stellt der deutsche Automobilkonzern Volkswagen seine Produktion in Argentinien und Mexiko vorübergehend ein. An den beiden argentinischen Standorten in General Pacheco nahe Buenos Aires und in Córdoba werde bis zum 31. März nicht mehr gearbeitet, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

In den beiden Werken in Mexiko – in Puebla und Guanajuato – gelte die Maßnahme vom 30. März bis zum 12. April, hieß es am Freitagabend (Ortszeit). Einige Verwaltungsangestellte sollen von zu Hause aus arbeiten.

In Argentinien reagierte VW mit dem Produktionsstopp auf die weitgehende Ausgangssperre, die die argentinische Regierung in der Nacht auf Freitag verhängt hatte.

leo/sb/dpa

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