Nach Einschätzung internationaler Ermittler ist die von Präsident Baschar al-Assad kontrollierte Militärführung Syriens für Giftgasangriffe im März 2017 auf die damals von Rebellen kontrollierte Stadt Al-Lataminah verantwortlich.

Damaskus weist Bericht als erlogen zurück

Dem syrischen Außenamt zufolge enthält der Bericht „erlogene Schlussfolgerungen“. Das Ziel bestehe darin, die Schuld für den Einsatz von Kampfstoffen der syrischen Führung in die Schuhe zu schieben.

„Die Autoren stützen sich auf die von der Terrormiliz Dschebhat an-Nusra* und den sogenannten Weißhelmen auf Anweisung ihrer Gönner in den USA, der Türkei und anderen westlichen Ländern zur Verfügung gestellten Falschinformationen“, hieß es in Damaskus.

Syriens Chemiewaffen vor Jahren komplett vernichtet

Zuvor hatten syrischen Behörden mehrmals erklärt, dass sie nie Kampfstoffe gegen Zivilisten oder Terroristen eingesetzt hätten. Zudem sei das gesamte C-Waffen-Arsenal Syriens vor Jahren unter Kontrolle der OPCW aus dem Land gebracht und unschädlich gemacht worden, hieß es.

Auch das russische Außenministerium reagierte scharf auf den OPCW-Bericht. Das am Vortag veröffentlichte „Dokument“ habe weder Hand noch Fuß und sei im Auftrag und unter Druck der USA verfasst worden, erklärte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau.

Moskau: Bericht hat weder Hand noch Fuß

„Dabei basiert der Bericht auf der These ‚Es gibt allen Grund zur Annahme‘. Ein solches Zitat in einem Dokument einer internationalen Organisation, die im Laufe einiger Jahre daran gearbeitet hat, ist einfach haarsträubend. Was haben Sie da bei der OPCW gemacht, wenn Sie nach ein paar Jahren davon sprechen, dass Sie ‚allen Grund zur Annahme‘ hätten? Bei solchen Fragen darf es keine Halbheiten geben.“

Jede Behauptung müsse belegt werden“, betonte Sacharowa.

*in Russland per Gesetz verbotene Terrormiliz

am/mt/jeg

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