Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst. Ein „Notfahrplan“ sei das nicht.
Darüber hinaus würden in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr kontrolliert. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern. Die Schaffner fahren aber weiterhin in den Zügen mit.

Das Unternehmen wird nach Informationen der deutschen Zeitschrift „Spiegel“ ab Dienstag oder Mittwoch ihren Regionalfahrplan herunterfahren. Alle Angebote der Bahn-Tochtergesellschaft DB Regio, etwa die in Stuttgart, Berlin oder München, seien betroffen.

Verschiebungs- und Stornierungsmöglichkeiten

Wegen der außergewöhnliche Lage erweitere die Bahn auch die Möglichkeiten für die Kunden, ihre Reise zu verschieben oder zu stornieren, so die Sprecherin. Erstattungen könnten auch noch nach dem gebuchten Reisetag eingereicht werden.

„Die Kulanzregelungen gelten in den kommenden Wochen, deshalb ist es nicht erforderlich, sich unverzüglich zu melden.“

Für alle bis zum 13. März erworbenen Tickets mit Reisedaten zwischen 13. März und 30. April könnten Fahrgäste ihre Fahrt verschieben und den Fahrschein bis zum 30. Juni flexibel für die gebuchte Strecke nutzen. Bei den rabattierten Sparpreisen und Supersparpreisen ist die Zugbindung aufgehoben.

Möglich ist nach Angaben der Bahn auch eine Umwandlung in Reisegutscheine: Bis zum 13. März erworbene Tickets für Reisen bis 30. April können demnach kostenfrei in einen Reisegutschein umgewandelt werden. Dies gelte auch für Sparpreise und Supersparpreise. Anträge zur Umwandlung in einen Reisegutschein könnten auch noch nach dem gebuchten Reisetag abgeschickt werden.

Internationaler Fernverkehr

Im grenzüberschreitenden Fernverkehr ist es auch zu Einschränkungen gekommen, ist einer DB-Mitteilung vom Sonntag zu entnehmen. EC-, ECE- und IC-Züge nach Italien, Österreich, Tschechien, Dänemark, Polen und in die Schweiz seien ausgefallen.

Gestrichen wurden dem Statement zufolge auch IC-Busse nach Prag sowie die Nightjet-Züge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nach Hildesheim, Wien und Zürich.

Coronavirus

Die chinesischen Behörden hatten am 31. Dezember 2019 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer Lungenkrankheit mit unbekannter Ursache in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei informiert. Als Krankheitserreger wurde ein neuartiges Virus identifiziert. Das Virus löst eine Lungenkrankheit aus, die die Bezeichnung Covid-19 bekommen hat.

Nach jüngsten Angaben wurde das Virus SARS-CoV-2 weltweit bei mehr als 156.000 Menschen nachgewiesen, 5833 Fälle endeten tödlich. Am stärksten betroffen sind China, Südkorea, Italien und der Iran.

mo/mt/dpa

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