In neun Gruppen mit insgesamt rund 8.000 Mitgliedern sei unter anderem mit Drogen, Waffen und gefälschten Dokumenten gehandelt worden. Der Drogenhandel auf Telegram ist laut den Ermittlern mittlerweile zu einer Alternative zum Darknet geworden. Wie die Ermittler Zugang zu den verschlüsselten Chats erhalten haben, wurde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt.

Der kostenlose Instant-Messaging-Dienst Telegram bietet seinen Nutzern eine vollständige Verschlüsselung von Daten und gilt als sicher. Die App wurde von staatlichen Akteuren wiederholt kritisiert, unter anderem aufgrund fehlender Bereitschaft, mit den Behörden zu kooperieren. Telegram wurde mehrfach vorgeworfen, als Kommunikationsmittel für Dschihadisten, Rechtsextreme und Kriminelle zu dienen. Im April 2018 war die Messenger-App Telegram in Russland gesperrt worden. Der Inlandsgeheimdienst FSB hatte erklärt, die App werde von gewalttätigen Extremisten und Terroristen genutzt. Später sind die Einschränkungen wieder aufgehoben worden.

ekn/gs

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