Insgesamt geht es um Mittel von bis zu 2,11 Milliarden Euro, wie aus einem Schreiben der Parlamentarischen Staatssekretärin im Finanzministerium, Bettina Hagedorn, an den Haushaltsausschuss hervorgeht. Das Schreiben lag der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vor.

„Die Haushaltsmittel werden zur Bekämpfung des Ausbruchs des Coronavirus zur Aufrechterhaltung der Versorgung im Gesundheitswesen benötigt“, heißt es.

Das neue Coronavirus verbreite sich unverändert weiter. Der Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung, Beatmungsgeräten und antiviralen Mitteln zur Bekämpfung des Coronavirus steige immens. Zudem gebe es „extreme Lieferengpässe bei gleichzeitig steigenden Preisen“.

Der Bedarf in den Einrichtungen des deutschen Gesundheitswesens müsse deshalb zentral auch vom Bundesgesundheitsministerium beschafft werden, heißt es in dem Schreiben. Verfügbare Bestände müssten umgehend aufgekauft werden, um zu verhindern, dass Nachfrager im Ausland den Zuschlag erhielten.

Das neue Virus Sars-CoV-2 war im Dezember erstmals in China entdeckt worden. Seitdem haben sich weltweit nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mehr als 209.800 Menschen (Stand: 19. März) angesteckt, 8778 Menschen sind gestorben. Am 11. März stufte die WHO die Corona-Ausbreitung als Pandemie ein. In Deutschland gab es bis Freitagmorgen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 13.957 Infektions- und 31 Todesfälle.

leo/ip/dpa

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