Die Aufnahmen wurden mit Hilfe eines ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugs (Remotely Operated Vehicle, ROV) gemacht und stellen eine Staatsqualle der Gattung Apolemia dar, die in einer Tiefe von ungefähr 630 Metern gefundenen worden sei, schreibt das Institut am Montag auf Twitter.

„Es scheint, dass dieses Exemplar das größte bislang dokumentierte ist.“

Nur der Außenring der sich in einer riesigen Spirale ausbreitenden Staatsqualle sei rund 47 Meter lang. Die ganze Länge des Gebildes sei auf mehr als 120 Meter eingeschätzt worden, teilte der SOI-Sprecher Logan Mock-Bunting dem US-Magazin „Newsweek“ mit.

Staatsqualle als Klonenkolonie

Die Tierform ist tatsächlich eine Ansammlung vieler Exemplare. Sie besteht aus unzähligen spezialisierten Klonen ihrer selbst, die miteinander verbunden sind.

Die Meeresbiologin Rebecca Helm von der University of North Carolina verglich eine Staatsqualle mit einem Bienenvolk.

„Denk an eine Bienenkolonie, mit dem Unterschied, dass alle diesen ‚Bienen‘ aneinander befestigt und in einen riesigen Organismus organisiert sind“, so die Forscherin auf Twitter.

Jeder einzelne Klon habe unterschiedliche Aufgaben innerhalb der Kolonie und jeder Klon sei für eine Aufgabe spezialisiert.

Die Staatsquallen seien giftig. Helm gab an, die meisten Staatsquallenkolonien, die sie gesehen habe, seien 20 Zentimeter bis einen Meter lang gewesen. Das vom SOI entdeckte Gebilde könnte Jahrzehnte, sogar Hunderte Jahre alt sein.

mo/mt

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