Der schnellste Bomber, der je gebaut wurde. Der größte Bomber, der je gebaut wurde. Der schwerste Bomber, der je gebaut wurde. Das amerikanische Fachblatt lobt den russischen Langstreckenbomber Tu-160 erstmal in allerhöchsten Tönen.

Dann zeigt „The National Interest“ auch den Haken: Der „Weiße Schwan“ habe keine radarabsorbierende Beschichtung und sei deshalb nur mäßig gegen Ortungstechnik geschützt. Der russische Bomber trägt einen einfachen weißen Anstrich – dies als Schutz vor enormer Licht- und Wärmestrahlung, die bei einer A-Bomben-Explosion im Einsatzfall freigesetzt würde. Die Tu-160 ist nuklearfähig und auf den Einsatz strategischer Kernwaffen ausgelegt.

Statt die großen Überschallbomber aufwendig und zu hohen Kosten mit einer Tarnkappenbeschichtung auszurüsten, arbeiten die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte an einer tiefgehenden Modernisierung dieses Flugzeugs.

Ein anderes Problem hat währenddessen der US-Rivale der russischen Tu-160: Der Überschallbomber B-1B. Die US Air Force hat eingeräumt, dass die Einsatzbereitschaft dieser Maschinen im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei zehn Prozent gelegen habe. Das ist der tiefste Wert in der Einsatzgeschichte des amerikanischen Bombers.

Die amerikanischen Luftstreitkräfte setzten die B-1B intensiv in lokalen Konflikten ein. Diese Flugzeuge warfen Bomben auf Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Syrien ab. Circa 60 Maschinen stehen noch im Dienst der US Air Force – ein Drittel davon soll bald ausgemustert werden.

General John Michael Loh, ehemaliger Vizestabschef der USAF, sagte kürzlich, angesichts der Konflikte mit US-Beteiligung habe die US-Luftwaffe einen dramatischen Mangel an schweren Bombern. Der Bedarf an solchen Flugzeugen nehme bei der Air Force Jahr um Jahr zu.

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