Chris Cassidy, Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner kurz vor dem Start (8. April 2020)

Trotz der Corona-Pandemie – oder gerade deswegen – sind die drei Raumfahrer Anatoli Iwanischin, Iwan Wagner und Christopher Cassidy Donnerstagmorgen zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Die Sojus-Rakete hob vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab.

Die Sojus-Rakete startete am Donnerstagmorgen vom russischen Kosmodrom in der kasachischen Steppe. Gut sechs Stunden soll der Flug zum Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometer Höhe dauern. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos und die US-amerikanische NASA übertrugen den Start live im Internet.

Die Crew befand sich zum Schutz vor dem Virus rund einen Monat lang in Quarantäne. Kurz nach dem Start berichtete die Crew, dass sie sich gut fühle und an Bord der Raumkapsel alles in Ordnung sei. Roskosmos hatte die ohnehin schon hohen Sicherheitsvorschriften wegen der Corona-Pandemie zum Schutz der Raumfahrer diesmal deutlich verschärft. Unter anderem durften sich die Raumfahrer nicht persönlich von ihren Familien verabschieden. Die neue Besatzung soll 196 Tage lang, bis Oktober 2020, auf der ISS bleiben. Die derzeit auf der ISS befindliche 62. Mission, bestehend aus den US-Raumfahrern Andrew Morgan, Jessica Meir und dem Kosmonauten Oleg Skripotschka, soll am 17. April zur Erde zurückkehren.

Einige Mitarbeiter von Roskosmos wurden zuvor positiv auf COVID-19 getestet. Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin erklärte aber, dass niemand von den Infizierten Kontakt zu den Raumfahrern gehabt habe. 

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