Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus einer Regierungsantwort auf eine FDP-Anfrage berichtete, ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres ein Anstieg von zwei Prozent zu vermerken. Demnach ist die Zahl um 11.850 auf insgesamt 676.556 Kleine Waffenscheine gestiegen. Zum Vergleich: Im Januar 2019 habe die Zahl für Deutschland noch bei rund 620.000 gelegen.

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle, meldete diesbezüglich Besorgnis an und forderte die Sicherheitsbehörden zu erhöhter Wachsamkeit auf.

„Die Waffenbehörden müssen auch in Krisenzeiten auf der Basis des geltenden Rechts genau prüfen, ob die Antragsteller über die nötige Zuverlässigkeit verfügen, damit Waffen nicht in falsche Hände geraten“, so Kuhle.

Ein Kleiner Waffenschein kann ab 18 Jahre von der Polizei oder einer kommunalen Behörde ausgestellt werden. Er berechtigt zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffen. Diese Waffen verursachen keine lebensgefährlichen Verletzungen, solange sie nicht aus äußerster Nähe abgefeuert werden. Bevor man den Kleinen Waffenschein bekommt, prüfen die Behörden die Eignung und Zuverlässigkeit des Antragsstellers – so darf man beispielweise nicht vorbestraft sein.

Die besagten Waffen dürfen nur auf Schießständen, in umfriedetem Gelände oder in Ausnahmefällen wie Notwehr benutzt werden. Bei öffentlichen Veranstaltungen wie Volksfesten, Demonstrationen oder im Kino ist das Mitführen solcher Waffen auch mit Kleinem Waffenschein untersagt.

mka/gs

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