Im August gab Erdogan bekannt, dass das türkische Bohrschiff „Fatih“ das größte Gasfeld in der Geschichte des Landes im Schwarzen Meer mit geschätzten 320 Milliarden Kubikmetern Reserven entdeckt habe.

„Unser Schiff war nach der Entdeckung des ersten Gasfeldes weiterhin in Betrieb. Während der neuen Forschung wurden weitere 85 Milliarden Kubikmeter Gas entdeckt. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 405 Milliarden Kubikmeter“, sagte Erdogan während eines Besuchs beim Forschungsschiff „Fatih“. Die Sendung sei auf  dem Twitter des türkischen Staatschefs übertragen worden.

Erdogan zufolge soll die Gasförderung in diesem Gebiet im Jahr 2023 starten.

Erdgasstreit im Mittelmeer

Griechenland und die Türkei streiten sich seit Langem um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer, wo das Forschungsschiff „Oruc Reis“ derzeit begleitet von Kriegsschiffen nach Gas sucht. Die Erkundungen sind aus Athener Sicht illegal, weil die Region zur sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone des EU-Landes gehört. Auch die EU hatte die türkischen Aktionen verurteilt und Ankara aufgefordert, sie zu stoppen.

Ankara hingegen vertritt den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen probeweise nach Erdgas gebohrt wird, zum türkischen Festlandsockel gehören. Einen ähnlichen Konflikt gibt es um die Insel Zypern, vor deren Küste schon reiche Erdgasvorkommen entdeckt wurden.

aa/sna/mt

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