„Armenien hat gegen den Waffenstillstand erneut verstoßen. Die Minsker-Gruppe der OSZE, die aus Russland, der USA und Frankreich besteht, bietet Armenien umfassende Unterstützung mit Waffen. Sie tritt an der Seite Armeniens an“, sagte Erdogan bei seinem Auftritt in der Provinz Şırnak.

Am 9. Oktober hatten in Moskau auf Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin Beratungen zwischen den Außenministern Russlands, Armeniens und Aserbaidschans zur Lage in der Region Bergkarabach stattgefunden. Die Gespräche hatten mehr als zehn Stunden gedauert und als Ergebnis dieser Gespräche wurde ein Waffenstillstand in der Konfliktregion um Bergkarabach vereinbart, der um 12 Uhr (Ortszeit) am 10. Oktober in Kraft trat. Allerdings begannen die Parteien, sich gegenseitig Waffenstillstandsverletzungen vorzuwerfen.

Am Samstag hatten sich die beiden Konfliktpartien über die „humanitäre Waffenruhe“ ab 00:00 Uhr am 18. Oktober (22.00 Uhr am 17. Oktober MESZ) geeinigt. Diese beruht auf den bereits in Moskau erzielten Vereinbarungen.

Eskalation im Südkaukasus

Am 27. September hatte sich die Situation in der selbsterklärten Republik Bergkarabach zugespitzt. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Eriwan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Armenien rief wegen der Zuspitzung den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung aus. Das aserbaidschanische Parlament beschloss ebenfalls, in einigen Städten und Regionen das Kriegsrecht auszurufen.

ac/mt/sna

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