Am Donnerstag teilte das Unternehmen mit, dass es einen COVID-19-Schnelltest entwickelt habe, der Ergebnisse innerhalb von zweieinhalb Stunden bringen könne.

 „Mit dem Bosch COVID-19-Schnelltest wollen wir einen Beitrag zur möglichst raschen Eindämmung der Corona-Pandemie leisten. Infizierte Patienten können schneller identifiziert und isoliert werden“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

Der Schnelltest solle dazu beitragen, die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie einzudämmen und Infektionsketten schneller zu durchbrechen.

Der neu entwickelte Test wird Bosch zufolge ab April in Deutschland erhältlich sein, weitere europäische und außereuropäische Märkte sollen folgen.

Besonderheit

„Die Besonderheit des Bosch-Tests ist: Durch die Differenzialdiagnostik ersparen sich die Ärzte zusätzlich die Zeit für weitere Tests, erhalten rasch eine fundierte Diagnose und können daraus schneller eine geeignete Therapie einleiten“, erläuterte Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH. 

Anwendung

Die Probe wird mittels Abstrich-Tupfer aus Nase oder Rachen entnommen und danach in eine Kartusche gegeben, die bereits alle für den Test erforderlichen Reagenzien enthält. Diese Kartusche wird sofort in das Analyse-Gerät eingeführt. „Das medizinische Personal kann sich während der Auswertung anderen Aufgaben widmen, beispielsweise der Behandlung von Patienten“, heißt es weiter. 

„Die Handhabung des Vivalytic-Analysegeräts ist zudem so anwenderfreundlich gestaltet, dass auch nicht speziell geschultes Medizinpersonal die Testauswertung zuverlässig durchführen kann.“ 

Im Laufe von 24 Stunden könnten demnach bis zu zehn Tests pro Gerät durchgeführt werden. Schon mit 100 Geräten ließen sich am Tag bis zu 1000 Tests auswerten. Angesichts der starken Coronavirus-Ausbreitung schaffe Bosch mit dem Gerät schnell weitere Testkapazitäten.

Coronavirus-Pandemie

Das neue Virus Sars-CoV-2 war erstmals Ende Dezember in China entdeckt worden. Seitdem haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit bereits mehr als 416.000 Menschen in 197 Ländern angesteckt, mehr als 18.500 Menschen sind gestorben.

Am 11. März stufte die WHO die Corona-Ausbreitung als Pandemie ein. In Deutschland wurden bislang 36.508 Coronavirus-Fälle bestätigt. Registriert wurden 198 Todesopfer.

ak/mt

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